Fernglas Test 2019 – Die besten Ferngläser im Vergleich

Willkommen beim großen Fernglas Test 2019. Die ferngläsertest.de Redaktion hat eine Vielzahl aktueller Modelle auf den Prüfstand gestellt und ausführlich bewertet. Ferngläser, welche im Vergleich am besten abschneiden konnten, wurden als Testsieger ausgezeichnet. Der Markt an entsprechenden Geräten ist groß, günstige Modelle gibt es bereits ab 20 Euro, nach oben hin gibt es aber kaum Grenzen. Unsere Webseite gibt einen umfassenden Marktüberblick und testet aktuell erhältliche Ferngläser auf Funktionalität, Handhabung sowie Preis-Leistung. Je nach Verwendungszweck sind stets unterschiedliche Anforderungen an ein Fernglas zu stellen. Unsere Empfehlungen sollen weiterhelfen.

Fernglas Testsieger

Fernglas-Testsieger

Testsieger: Steiner Safari UltraSharp 8×30

  • sehr hohe Weitsicht
  • hoher Kontrast
  • hohe Schärfe
  • bestes Fernglas im Test
Fernglas-Bewertungen-2-Platz

2. Platz: Steiner Safari UltraSharp 10×26

  • hohe Weitsicht
  • gute Kontrastwerte
  • sehr handlich
  • geringes Gewicht
Fernglas-Test-Platz3

3. Platz: Vanguard Spirit XF 8×42

  • weites Sehfeld
  • kontraststark
  • Sichtqualität
  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Was ist ein Fernglas?

Mit Hilfe von Ferngläsern können weit entfernte Objekte näher herangeholt und detailliert betrachtet werden. Moderne Gläser werden nach binokularer Bauweise konstruiert was bedeutet, dass sie mit zwei getrennten Rohren ausgestattet sind. Dies ist auch der gravierende Unterschied zum klassischen Fernrohr, welches auch Monokular genannt wird und dementsprechend nur über ein Sichtfenster verfügt. Bei Ferngläsern wird das im Objektiv eingedrungene Licht gebündelt und durch verschiedene Prismen reflektiert bevor es beim Auge des Betrachters ankommt. Gute Ferngläser besitzen viele Ausstattungsmerkmale und lassen sich präzise auf die Augen abstimmen.

Vorteile

  • Detaillierte Beobachtung weit entfernter Objekte
  • Scharfer Blick in die Ferne
  • Bei entsprechendem Linsendurchmesser auch bei Dämmerlicht einsetzbar

Nachteile

  • Sehr große Preisunterschiede
  • Handhabung erfordert Einarbeitungszeit
Übrigens: Wer detaillierter erfahren möchte, wie es zur Erfindung des Fernglases kam, der findet hier ausführliche Informationen dazu.

Fernglas Testkriterien

Alle von unserer Redaktion getesteten Binokular-Ferngläser werden nach den gleichen Kriterien geprüft. Ausschließlich Geräte, welche in allen Punkte überzeugen können, haben die Chance als Testsieger ausgezeichnet zu werden. Die Stiftung Warentest hat übrigens letztmals im Jahr 2006 Ferngläser getestet. Der Großteil der damals geprüften Modelle ist nicht mehr käuflich im Fachhandel zu erwerben. Aus diesem Grund haben wir einen umfangreichen Ferngläser Test gemacht und stellen die besten Modelle in jeweils einem ausführlichen Testbericht vor. Die wichtigsten Vergleichskriterien werden im Folgenden erläutert.

Ausstattung und Funktionalität: Das wohl wichtigste Kriterium für unsere Tester als auch für den Käufer ist der Vergrößerungsfaktor des Fernglases. Ein solches Gerät, soll weit entfernte Objekte heranholen, so dass entsprechend viele Details erkannt werden können. Eine 8-fache Vergrößerung bedeutet in diesem Fall, dass beobachtete Objekte 8-mal näher erscheinen, als würde man diese mit dem bloßen Auge betrachten. Der Objektivdurchmesser ist ebenfalls eine wichtige Angabe, denn dieser bestimmt die Lichtmenge, welche von der Linse aufgenommen werden kann. Je größer der Durchmesser der Linse, umso besser können Objekte auch bei schlechteren Lichtverhältnissen, wie beispielsweise in der Dämmerung, beobachtet werden. Des Weiteren testen wir das Fernglas auf weitere zusätzliche Ausstattungsmerkmale. Ist ein Entfernungsmesser dabei? Dieser ist besonders wichtig wenn das Fernglas auf der Jagd eingesetzt werden soll.

Handhabung: Die Praxistauglichkeit eines guten Glases ist mindestens genauso wichtig, wie die Ausstattung. Unsere Redaktion bewertet ausführlich die Robustheit der Modelle, denn schließlich sind die meisten für den Outdoor-Einsatz konzipiert.

Das Gewicht spielt eine große Rolle. Soll das Gerät als Taschenfernglas mitgeführt werden, beispielsweise auf Reisen oder bei Ausflügen, ist es unvorteilhaft wenn es zu schwer zum tragen ist. Im Fernglas Test bewerten wir alle Modelle auf ihre Handlichkeit sowie den Nutzen im Praxisalltag. Ein gutes Fernglas sollte stets über eine Dioptrie-Korrektur verfügen, damit es auch für Brillenträger problemlos nutzbar ist. Der Dioptrien-Ausgleich wird am Okularring durchgeführt und erlaubt es das Glas für beide Augen individuell einzustellen. Darüber hinaus informiert unsere Redaktion über weitere Komfortmerkmale, welche in der Praxis eine große Rolle spielen können. Zum Beispiel ist ein wasserdichtes Fernglas im Nautic-Bereich unverzichtbar.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Das Preis-Leistungsverhältnis ist ebenfalls ein sehr wichtiger Punkt im großen Ferngläser Test. Aktuelle Modelle gibt es bereits ab 20 Euro. Erwartungsgemäß können besonders günstige Ferngläser nicht im Bereich Ausstattung und Sichtkomfort mit teureren Geräten mithalten. In den einzelnen Fernglas Testberichten bewerten wir daher stets die Leistungswerte in der jeweiligen Preisklasse.

Info: Umso höher die Vergrößerungsleistung umso schwerer wird es.

Getestete Herstellermodelle

Im großen Fernglas Test haben wir viele Gläser bekannter Markenhersteller bewertet. Im aktuellen Vergleich sind das die Folgenden:

  • Steiner
  • Vanguard
  • Nikon
  • Olympus
  • Bresser

Natürlich gibt es noch viele weiter renommierte Marken, wie beispielsweise Zeiss, Minox, Leica, Eschenbach, Swarowski (Swarovision-Modelle), Bushnell und Omegon welche ebenfalls hochwertige und gute Ferngläser anbieten.

Funktionsweise und Aufbau

Fernglas TestBinokular-Ferngläser sind ptische Geräte zur Vergrößerung weit entfernter Objekte. Bei einem Fernglas unterscheidet man zwischen zwei Bauweisen (Porroprismen und Dachtankprismen). Die Prismen haben die Aufgabe die seiten- und höhenverkehrte Abbildung des Objekts für den Betrachter wieder aufzurichten, sodass dieser beim Blick durch das Fernglas die korrekte Darstellung erhält. Andernfalls würde er alle beobachteten Objekte spiegelverkehrt wahrnehmen. Prismen sind also vereinfacht gesagt nichts anderes als Spiegel im Inneren. Bei aktuellen im Ferngläser Vergleich getesteten Modellen kommen sowohl Porroprismen als auch Dachkantprismen zum Einsatz. Keine der beiden Techniken hat einen wirklichen Vorteil gegenüber der anderen. Die wesentlichen Unterschiede sollen nachfolgend erläutert werden.

Ferngläser nach dem Porro-Prinzip

Porroprismen-FernglasFerngläser mit Porroprismen werden nach der klassischen Bauweise hergestellt. Das im Objektiv einfallende Licht wird zweimal an den Prismen um 90 Grad reflektiert bevor es am Okkular die Augen erreicht. Porroprismen-Ferngläser erkennt man an ihrer Bauweise. Die Objektive und Okulare befinden sich, anders als bei Dachkantprismen-Modellen, nicht in einer Linie sondern versetzt zueinander. Dadurch liegen die Gläser gut in der Hand und erzeugen aufgrund der verwendeten Prismentechnik ein räumliches Bild mit hoher Plastizität.

Empfohlen für: Vogelbeobachtung, Safaris, Ausflüge, Freizeit

Weitere Informationen zur Funktionsweise eines Fernglases finden Sie auch hier im Ratgeber.

Ferngläser nach dem Dachkanten-Prinzip

Dachkantenprismen-FernglasDas Licht folgt im Inneren der zwei Prismen der Form eines Hausdaches, deswegen auch der Name – Dachkante. Insgesamt durchläuft das vom Objektiv eingefangene Licht 5 verschiedene Reflexionsflächen. Da dies wesentlich aufwendiger ist, als bei Ferngläsern mit Porroprismen, müssen die Reflexionsflächen eine hohe Vergütung aufweisen, um Streuverluste minimieren zu können. Dadurch ist diese moderne Bauweise in der Regel etwas teurer als bei Modellen der klassischen Bauart. Die Vorteile sind ein wesentlich flacheres Gehäuse, wodurch sich die Ferngläser auch für kleine Hände, beispielsweise für Kinder eignen und das deutlich geringere Gewicht im Vergleich zu Porroprismen-Geräten. Durch entsprechende Mini-Ferngläser werden Modelle, welche speziell für Kinder konzipiert sind mitunter überflüssig. Darüber hinaus lassen sich die Dachkant-Ferngläser konstruktionsbedingt auch besser vor Staubeinfall und Feuchtigkeit schützen.

Empfohlen für: Vogelbeobachtung, Safaris, Wanderungen, Freizeit, Konzerte, Segeln

Einsatzmöglichkeiten aktueller Ferngläser

Wie bereits geschrieben ist der Markt an Ferngläsern unheimlich groß, wer sich mit der Materie wenig auseinander gesetzt hat, kann abgesehen von einigen technischen Details kaum Unterschiede bei den Geräten ausmachen. Unser Fernglas Test hilft bei der Auswahl des für die eigenen Ansprüche am besten geeigneten Modells. Die meisten Ferngläser sind sehr vielseitig bei Sport und Freizeit einsetzbar. Typische Anwendungsbereiche wären unter anderem die folgenden.

Ferngläser für die Jagd Jagd: Was wäre ein Jäger ohne sein Fernglas. Ein Jäger nutzt das Gerät nicht nur für die Vorbereitung des Schusses. Der Jäger hat darüber hinaus auch die Aufgabe den Wildbestand zu kontrollieren und entsprechend zu beobachten. Mit einem Jagd-Fernglas lässt sich dies problemlos bewerkstelligen. Hochwertige Modelle, sind neben der guten Verarbeitung, zudem mit einem integrierten Entfernungsmesser ausgestattet. Professionelle Jäger besitzen Ferngläser für den Tag und Nachtsichtgeräte für die Beobachtung bei Dunkelheit.

Vogelbeobachtung: Ein Fernglas zur Vogelbeobachtung stellt wohl die klassischste Einsatzmöglichkeit dar. Die Vergrößerungsleistung spielt dabei eine wesentliche Rolle. Vögel sind recht klein und wollen auch auf Entfernung im Detail beobachtet werden. Dazu sollte das Gerät auch eine entsprechende Vergrößerung besitzen. Einige Ferngläser besitzen darüber hinaus auch eine Zoom-Funktion, sodass weit entfernte Objekte nochmals vergrößert werden können. Ein empfehlenswertes Modell zur Vogelbeobachtung, welches über Zoom verfügt, ist beispielsweise das Olympus 8-16×40. Wer ein Modell mit noch stärkerer Vergrößerung kaufen möchte, sollte in jedem Fall über ein zusätzliches Stativ nachdenken. Bei einer hohen Vergrößerung werden nicht nur das zu beobachtende Objekt näher herangeholt sondern auch die Bewegungen (Wackler) verstärkt.

Safari FernglasFernglas für Safaris: Ist man auf einer Safari, möchte man auch etwas von der spannenden Tierwelt sehen, am besten im Detail. Mit einem Safari-Glas ist man bestens ausgestattet, um auch wirklich nichts zu verpassen. Spezielle Anforderungen werden an solch ein Gerät nicht gestellt. In unseren Fernglas Testberichten hat unsere Redaktion entsprechende Informationen für Safari-Freunde zusammengestellt. Beim Kauf eines solchen Modells, sollte darauf geachtet werden, dass es handlich, leicht und eine nicht zu hohe Vergrößerungsleistung besitzt, da sonst häufig Verwacklungen auftreten können. Ein empfehlenswertes Glas für Safari-Touren ist beispielsweise das Modell Steiner Safari Fernglas UltraSharp 10×26.

Freizeit – Wanderungen und Ausflüge: Die meisten Ferngläser sind als Allrounder konzipiert und können vielseitig genutzt werden. Kleine Ferngläser für die Freizeit, wie beispielsweise auf Wanderausflügen, müssen keine speziellen Ausstattungsmerkmale aufweisen. Wie bei den Safari-Modellen sollte darauf geachtet werden, eine nicht allzu hohe Vergrößerung zu wählen, damit auch ohne Stativ beobachtet werden kann. Darüber hinaus sind kompakte Modelle mit Dachkantprismen-Bauweise empfehlenswert. Diese Geräte lassen sich schnell verstauen und können auch von Kindern problemlos genutzt werden.

Nautik und Segelsport: Anwender, welche ein Modell für den Segelsport suchen, sollten vor dem Fernglas-Kauf das Modell auf entsprechende Eignung prüfen. Ein gutes Marine-Fernglas für den Nautic-Bereich ist wasserdicht und verfügt über zusätzliche Ausstattungsmerkmale. Je nach Nutzung wären hier ein robustes Fernglas mit integriertem Kompass oder auch ein Entfernungsmesser ratsam.

Golf: Der Golfball ist klein und kann beim Spiel mit bloßem Auge kaum beobachtet werden. Mit einem guten Binokular-Fernglas ist dies allerdings kein Problem.

Theater und Oper: Früher gehörte das klassische Opernglas zur Pflichtausstattung eines kulturinteressierten Theaterbesuchers. Aktuelle Ferngläser sind sehr kompakt konstruiert und lösen das klassische Opernglas nach und nach ab. Im Fernglas Test haben wir auch entsprechend kleine Modelle geprüft.

Reisen: Ob auf geführten Ausflügen oder Backpacking-Touren, mit einem robusten Fernglas entgehen dem Reisenden keine spannenden Details. Spezielle Reise-Modelle gibt es nicht, beim Kauf sollte eher auf Kompaktheit sowie eine robuste Bauweise geachtet werden. Ein kleines Fernglas kann problemlos mitgeführt werden, ohne das der Reisekomfort leidet.

Astronomie: Selbst für astronomische Beobachtungen gibt es spezielle Gläser. Mit einem Astra-Fernglas (Preise ab 100 Euro) lassen sich erdnahe Obejte und sogar andere Planeten, wie beispielsweise die Ringe des Saturn, beobachten.

Militär: Ferngläser und andere Beobachtungswerkzeuge werden vor allem beim Militär eingesetzt. Mit dem klassischen Feldstecher kann beispielsweise ein großes Areal zuverlässig überwacht werden. Military-Fans kaufen sich das Fernglas in Tarnoptik.

Fernglas Kaufberatung – Darauf sollten Sie achten

Nachfolgend hat unsere Redaktion Tipps für den Fernglas-Kauf zusammengestellt, welche die Entscheidung zur Auswahl des Gerätes erleichtern soll.

Was bedeutet die Nummer bei Ferngläsern (bspw. 10×50)?

FernglasSchaut man sich Ferngläser und deren technische Details an, tauchen stets Angaben wie 10×50, 8×56, 10×42 usw. auf. Am Beispiel eines Fernglases mit 10×50 bedeutet dies, dass das Modell eine 10 fache Vergrößerung besitzt. Im Klartext heißt dass, das beobachtete Objekte 10-mal näher am Okular erscheinen als sie in Wirklichkeit sind. Möchte man ein gutes Fernglas kaufen, welches sich besonders vielseitig einsetzen lässt, sollte man darauf achten, dass dieses idealer Weise eine Vergrößerung von maximal 10 haben sollte. Entscheidet man sich für ein Modell mit noch höherer Vergrößerung kann es schnell zu Problem in der Praxis kommen, da kleinste Bewegungen beim Halten des Glases ebenfalls verstärkt werden. Gegebenenfalls ist auch ein Stativ ratsam, insofern Langzeitbeobachtungen, beispielsweise von Vögeln, gemacht werden sollen.

Die zweite Kennziffer, in diesem Fall die 50 (bei Ferngläsern 10×50), gibt den Durchmesser der Objektivlinse an. Je größer die Linse, umso mehr Licht kann aufgenommen werden. Besonders wichtig ist es, wenn das Fernglas auch bei schlechteren Lichtverhältnissen, beispielsweise in der Dämmerung, genutzt werden soll. Auch bei der Verwendung am Tag macht sich eine große Linse bemerkbar, denn das abgebildete Objekt im Fernglas wird detailliert und hell dargestellt. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass das Glas mit zunehmendem Objektivdurchmesser schwerer wird.

Findet sich in den Angaben eine weitere vorangestellte Kennziffer, beispielsweise 8-16×40, so bedeutet dies, dass das Fernglas mit einem eingebauten Zoom ausgestattet ist (im aktuellen Beispiel mit einem 8fachen Zoom).

Typische Vergrößerungs- und Objektivdurchmesser-Angaben

  • 10×42
  • 16×40
  • 8×32
  • 8×42
  • 7×50
  • 8×56

Beachten Sie bitte stets, dass das Modell umso schwerer und unhandlicher für den normalen Outdoor-Einsatz wird, je größer der Objektivdurchmesser ist. Das hat unser Redaktion im Fernglas Test auch bestätigt.

Weitere Kennziffern kurz erklärt

  • Austrittspupille: Die Austrittspupille (kleiner Lichtkreis) nimmt man wahr, wenn man das Fernglas mit etwas Abstand durchs Okular betrachtet. Je größer der Durchmesser umso größer ist die Lichtaufnahme und umso besser ist das Glas für den Einsatz bei Dunkelheit geeignet. Berechnet wird die Austrittspupille indem man den Durchmesser des Objektivs durch die Vergrößerung teilt. Bei einem 10×50 Fernglas wären dies beispielsweise 5. Für die Nutzung am Tag wäre dies absolut ausreichend, da sich die Pupille bei den vorherrschenden Lichtverhältnissen ca. 3 mm öffnet.
  • Dämmerungszahl: Sie gibt das Verhältnis zwischen Vergrößerung und Objektivdurchmesser an. Errechnet wird sie aus der Quadratwurzel des Produktes aus Objektivdurchmesser und der Vergrößerung des Fernglases. Bei einem 10×50 Fernglas wäre die Dämmerungszahl beispielsweise ca. 22,4.
  • Sehfeld: Die Angabe des Sehfelds vermittelt, welcher sichtbare Bereich mit dem Glas überblickt werden kann. Dieser Wert bezieht sich in der Regel immer auf einen normierten Abstand von 1.000 Metern. Beim Vögel beobachten oder beim Golfsport haben sich Gläser mit hohem Sehfeld bewährt.
  • Sehwinkel: Diese Angabe ist relevant für Anwender, welche spezielle Ansprüche an ihr Fernglas stellen. Bei Modellen mit einem Sehwinkel größer als 60 Grad spricht man von Weitwinkelgläsern.
  • Bildstabilisator: Ein Fernglas mit Bildstabilisator beruhigt das Bild, das häufig beobachtete Zittern tritt nicht auf. Allerdings sind Ferngläser mit Bildstabilisation deutlich größer und entsprechend schwer. Empfehlenswert sind solche Modelle für die Dauerbeobachtung. Ein kleines Fernglas ist wiederum besser für unterwegs, auf Reisen oder bei Wanderungen geeignet.

Ferngläser für Brillenträger

Damit auch Brillenträger ein Fernglas vernünftig nutzen können, sollte man vor dem Kauf einige Details bedenken..

  • Beim Fernglas kaufen sollte darauf geachtet werden, dass das Modell mit einem größeren Augenabstand ausgestattet ist. Der Abstand kann an den Augenmuscheln eingestellt werden. Zudem sollten die Austrittspupillen möglichst weit nach hinten verlagert sein, im besten Falle 15-20mm.
  • Darüber hinaus besitzen gute Ferngläser für Brillenträger eine Einstellung der Dioptrien. Somit lassen sich beide Okulare unabhängig voneinander „scharf stellen“. Im Fernglas Test geben wir allen Interessenten nützliche Informationen, ob die geprüften Modelle für Brillenträger geeignet sind.

Woher kommen die großen Preisunterschiede bei Ferngläsern?

Wie bereits erwähnt, gibt es Ferngläser bereits ab 20 Euro zu kaufen. Nach oben hin sind wie so oft kaum Grenzen gesetzt. Dies liegt vor allem darin begründet, dass sich Verarbeitung, Ausstattung, Hersteller und Vergütung der Linse gravierend unterscheiden. Für den einen Anwender ist ein günstiges 10×25 Fernglas, wie beispielsweise von Bresser, absolut ausreichend. Professionelle Ornithologen (Vogelkundler) hingegen wollen das Verhalten von Vögeln auch bei schlechteren Lichtverhältnissen dokumentieren und bevorzugen ein Modell mit einer größeren Objektivlinse (x50). Unser Fernglas Testsieger liegt im preislichen Mittelfeld. Wer mehr Komfort und Ausstattung benötigt, muss entsprechend mehr Geld investieren.

Damit die Wahl des für die eigenen Zwecke benötigen Modells nicht allzu schwer wird, haben wir im Fernglas Vergleich gute Geräte für sämtliche Einsatzziele bewertet. Für welches Fernglas man sich entscheidet, sollte in erster Linie vom Budget sowie dem Anwendungsbereich abhängig gemacht werden.